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Nachricht vom 06.12.2017 - 19:58 Uhr    

Dankbarkeit sei Dank: So hält Weihnachten das Herz gesund

Weihnachten tut dem Herzen gut. Was wie eine Floskel klingt, ist tatsächlich wissenschaftlich belegt. Hintergrund ist nicht das Fest an sich, sondern die Haltung, die Menschen zu Weihnachten einnehmen. Sie fördert die Herzgesundheit, wie sich aus zwei Studien aus den USA ableiten lässt.

Foto: CC0 Creative Commons, pixabay.com

Region. Im Fokus der Studien steht das Konzept der Dankbarkeit. Wer eine dankbare Haltung dem Leben gegenüber einnimmt und es als Geschenk wahrnimmt, hat viele Vorteile, sagt Robert Emmons. Der Professor für Psychologie an der Universität von Davis in Kalifornien hat eine Arbeitsgruppe gegründet, die sich mit den Effekten einer dankbaren Lebenshaltung beschäftigt.


Viele Gelegenheiten, dankbar zu sein

Weihnachten ist die beste Gelegenheit, sich in Dankbarkeit zu üben. Ob beim Festessen mit der Familie, beim geselligen Zusammensein am Tannenbaum oder während der Bescherung: An Weihnachten geben wir etwas und nehmen etwas an. Wer sich das bewusst macht, wird automatisch ein Gefühlt von Dankbarkeit empfinden. Der Effekt zeigt sich unmittelbar: Abgesehen von kleinen Zankereien innerhalb der Familie, die völlig normal sind, fühlen sich die meisten Menschen an Weihnachten einfach glücklich.

Eine dankbare Einstellung wirke sich in vielerlei Hinsicht positiv auf Gesundheit und Wohlbefinden aus, erklärt Professor Emmons: „Sie atmet im wahrsten Sinne des Wortes neues Leben in uns ein, gibt uns Energie und neue Frische.“ Ausschlaggebend für langfristige Effekte sei jedoch, dass diese dankbare Haltung möglichst regelmäßig eingenommen werde.

Positive Lebenseinstellung stärkt das Herz

Am Abend in sich zu gehen, um über die schönen Momente des Tages nachzusinnen und sie in ein Tagebuch zu schreiben, hält nicht nur psychisch gesund. Wie eine Studie aus dem vergangenen Jahr zeigt, wirkt sich eine positive Lebenseinstellung auch positiv auf eine Herzschwäche aus. So fanden Psychosomatiker heraus, dass Herzschwäche-Patienten, die regelmäßig ihre Dankbarkeit zu Papier bringen, deutlich bessere Biomarker aufweisen – was wiederum das Sterberisiko senkt.

Dass psychische Gesundheit und Herzgesundheit zusammenhängen, haben bereits mehrere Studien gezeigt, unter anderem eine aktuelle Studie von Forschern aus München. Wer an Herzschwäche leidet, sollte neben einem gesunden Lebensstil auch seine mentale Gesundheit pflegen. Zudem stehen den Betroffenen wirksame medikamentöse Behandlungsmethoden zur Verfügung. Neu ist die Wirkstoffkombination Sacubitril-Valsartan. Laut Studien senkt Sacubitril-Valsartan die durch Herzinsuffizienz bedingte Sterblichkeitsrate im Vergleich zu bisherigen Therapien um 20 Prozent und die Zahl der Klinikaufenthalte um 21 Prozent.



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