Werbung

Nachricht vom 19.05.2017 - 08:50 Uhr    

Gerhard Starke gewährte Publikum Einblick in Ermittleralltag

Kriminalhauptkommissar a.D. Gerhard Starke war mit seinen drei bisher erschienenen Büchern im Hotel Heinz in Höhr-Grenzhausen zu Gast und zahlreiche Zuschauer hatten den Weg in den Veranstaltungsraum Orangerie gefunden. Der Autor bedankte sich nach der Begrüßung durch den Verbandsgemeindebürgermeister bei Christina Heinz für das schöne Ambiente und dem Team von der Touristikinformation für die Werbung und die Organisation der Veranstaltung.

Gerhard Starke ließ die Besucher hinter die Kulissen schauen. Fotos: AK

Höhr-Grenzhausen. Starke war 33 Jahre bei der Mordkommission in Koblenz tätig und hat in dieser Zeit mit vielen mehr oder manchmal auch weniger spektakulären Fällen zu tun gehabt. Fakt ist, dass er einen Großteil seines Lebens in menschliche Abgründe geblickt hat und so mutet es streckenweise seltsam an, dass er offenbar ein Rezept gefunden hat, das Schlechte nicht an sich heran zu lassen. Denn Gerd – wie er von seinen Freunden genannt wird – erzählt frei von der Leber weg von seinen Erlebnissen und auch davon, dass die Verbrecher keine Rücksicht auf Feiertage, geplante Frühschoppen oder ähnliches nehmen.

Aus jedem seiner drei Bücher hatte Starke einen Fall mitgebracht und obwohl es ja bei Mord nicht wirklich ein Happy End gibt, hatten die Zuhörer trotzdem etwas zu lachen, denn es gab auch skurrile Episoden wie die von „Lebenden Leiche“. Doch wer mehr dazu wissen möchte, dem seien die Bücher von Starke empfohlen.

Im Anschluss an seine Geschichten gab der Kommissar den Zuschauern die Möglichkeit, Fragen zu stellen und mehr zur Arbeit der Mordkommission zu erfahren. Eine interessante Information war auch, dass die Aufklärungsquote der Mordkommission Koblenz bei zwischen 95 und 98 Prozent liegt – eine hohe Quote, die sich damit erklären lässt, dass es insbesondere in den ländlichen Gegenden fast immer im Vorfeld Kontakte oder Beziehungen zwischen Täter und Opfer gegeben hat. Gerd Starke erzählte unter anderem, dass ihn viele „Geister der Vergangenheit“ auch nach seiner Pensionierung so lange nicht losließen, bis er mit dem Schreiben begann.

Im Anschluss und in der Pause signierte der Autor geduldig viele Bücher. Bleibt zu hoffen, dass Gerhard Starke noch viele Erinnerungen an seine berufliche Laufbahn hat, die er für seine Leser aufschreibt, so dass es nach „Die Morde von Remagen“, das Ende Juni erscheint, noch weitere Bücher geben wird. AK

Weitere Bilder (für eine größere Ansicht klicken Sie bitte auf eines der Bilder):
     


Kommentare zu: Gerhard Starke gewährte Publikum Einblick in Ermittleralltag

Es sind leider keine Kommentare vorhanden


Aktuelle Artikel aus der Region


Geführte Radtour durch den Hachenburger Westerwald

Hachenburg. Die Strecke verläuft von Hachenburg in Richtung Müschenbach – Astert – Heuzert – Heimborn – Stein-Wingert – Giesenhausen ...

Einbrüche in Montabaur, Neuhäusel und Hillscheid

Montabaur. In der Nacht zum Dienstag, 17. Oktober kam es zwischen 22 Uhr und 1 Uhr zu zwei Einbrüchen.

Im Fichtenweg ...

Senioren stellten sich den Greueltaten der Nazis

Buchfinkenland. Dass dieser Ausflug in die Vergangenheit keine reine Vergnügungsfahrt wird, war den Verantwortlichen ebenso ...

Neues Rettungssystem in Betrieb genommen

Selters. Die Baugenehmigung für die Sanierung des Gebäudes forderte einen zweiten Rettungsweg aus dem ersten Stock. Eine ...

Wikinger werden zu Firmenläufern

Höhr-Grenzhausen. Nach ein paar kurzen Worten ließ das Ehepaar Münz es sich nicht nehmen den Kindern in den passenden Größen ...

Einbruch in Bäckereifiliale

Nistertal. Am Montagmorgen, in der Zeit zwischen 2.10 Uhr und 4.50 Uhr, brachen bisher unbekannte Täter in Nistertal in die ...

Weitere Artikel


Else ärgert sich mal wieder

Region. Was ist denn nun richtig und/oder falsch? Alles ist abhängig vom Willen der Industrie und deren Handlangern in der ...

IHK-Konjunkturumfrage: Starke Wirtschaft trotz vieler Risiken

Koblenz. Damit setzt sich der konjunkturelle Seitwärtstrend auf hohem Niveau weiter fort. Als zusammenfassende Beurteilung ...

Einfamilienhaus in Hillscheid gerät in Brand

Hillscheid. Die beiden Bewohner des Gebäudes konnten dank des beherzten Eingreifens eines Paketzustellers in Sicherheit gebracht ...

Landfrauenverband Rheinland-Nassau stellt Zukunftsweichen

Koblenz. Gertrud Hoffranzen wurde als 2. Vizepräsidentin im Präsidium bestätigt.
Die bisherige Regionalvertreterin Adelheid ...

Stimmung im Gastgewerbe auf Niveau des WM-Jahres 2006

Koblenz. Der Aufwärtstrend in der Tourismusbranche hält weiter an: 57 Prozent der Betriebe im Hotel- und Gastgewerbe sind ...

1.310 Dienstjahre am Patienten im Herz-Jesu-Krankenhaus Dernbach

Dernbach. Rechnet man die insgesamt 1.310 Dienstjahre in der Geschichte zurück, befindet man sich im Jahre 706, also im Frühmittelalter. ...

Werbung