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Nachricht vom 21.04.2017 - 11:40 Uhr    

Erinnerung auf Nistermühle an 50. Todestag von Adenauer

Das Andenken an den ersten Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Konrad Adenauer, wird an der Nistermühle in Hachenburg wachgehalten. Der CDU-Kreisverband Westerwald und der CDU-Gemeindeverband Hachenburg würdigten die Verdienste von Konrad Adenauer an dessen 50.Todestag in einer Feierstunde an der dort 1976 eingerichteten Gedenkstätte.

„In dankbarer Erinnerung“ stellte CDU-Kreisvorsitzender Dr. Andreas Nick MdB (2.v.l.) eine Blumenschale zum Gedenken an den ersten Kanzler der Bundesrepublik Deutschland auf. An der Gedenkfeier nahmen auch (v.l.n.r.) Johannes Kempf, Karl-Heinz Boll, Christa und Klaus Victor, Harald Orthey, Doris Warbinek, Helmut Kempf, Annerose Kind sowie Otto Victor teil. Foto Röder-Moldenhauer

Hachenburg. Die Gedenkstätte wurde vor mehr als 40 Jahren vom CDU-Kreisverband Westerwald zum 100. Geburtstag und in Erinnerung an Dr. Konrad Adenauer geschaffen. Adenauer verbarg sich in der Nistermühle bei Hachenburg vor den Nazischergen und wurde von dort am 24./25. September 1944 durch die Geheime Staatspolizei (Gestapo) in das Gefängnis Brauweiler bei Köln abgeführt. Die auf Initiative des damaligen CDU-Kreisvorsitzenden Gerhard Krempel modellierte Gedenktafel ist auch Muster für die in unregelmäßigen Abständen verliehene Adenauer-Plakette des CDU-Kreisverbandes Westerwald.

CDU-Kreisvorsitzender Dr. Andreas Nick MdB erinnerte an Lebenswerk und Leistung des ersten Bundeskanzlers. Bereits in seiner Funktion als Vorsitzender des Parlamentarischen Rates habe er maßgeblich mit dazu beigetragen, dass die repräsentative, parlamentarische Demokratie in der neuen Bundesrepublik Fuß fasste. Adenauer habe sich auch auf Deutschlands feste Zugehörigkeit zum westlichen Bündnis festgelegt und die Westbindung gegen alle Widerstände durchgesetzt. Er war der Überzeugung, dass Deutschland nur dann eine Chance auf eine Zukunft in Frieden und Freiheit hat, wenn es die westlichen Werte teilt. Das sei bis heute breiter politischer Konsens. Mit der Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl 1952 sowie der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und der Europäischen Atomgemeinschaft 1957 habe Adenauer den Grundstein für die heutige Europäische Union gelegt. Wichtig waren ihm auch gute deutsch-israelische Beziehungen. Sein Erbe sei auch heute Auftrag und Verpflichtung für die Christdemokraten.

Christa und Klaus Victor, die die Gedenkstätte Nistermühle betreuen, hatten am Vormittag an einem Gedenkgottesdienst mit dem Kölner Kardinal Rainer Woelki in Rhöndorf sowie einem Festakt in der Bad Honnefer Stadthalle mit Kanzleramtsminister Peter Altmeier teilgenommen. Peter Altmeier war im Dezember 2015 auch Laudator für den letzten Träger der Konrad-Adenauer-Plakette, den ehemaligen Bundestagsabgeordneten Joachim Hörster, gewesen.

Aus Anlass des 50. Todestages von Konrad Adenauer wurde die neu konzipierte Ausstellung im Rhöndorfer Adenauerhaus offiziell eröffnet. Am Samstag, 22. April und Sonntag, 23. April jeweils von 10 Uhr bis 18 Uhr wird die neue Ausstellung mit bunten Programmpunkten bei einem großen Museumsfest für alle Interessierten eröffnet. Näheres unter www.adenauerhaus.de. (PM Karl-Heinz Boll)


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