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Nachricht vom 17.03.2017 - 16:58 Uhr    

Energiekonzept der VG Wallmerod

Das Thema Energie und im speziellen das Aktionsprogramm der Verbandsgemeinde "Energie 2020" war eines der Hauptthemen der Verbandsgemeinderatssitzung. Zu den Schwerpunkten des Programms gehört nach den Worten von Verbandsbürgermeister Klaus Lütkefedder die Solarenergie, mit den Photovoltaikanlagen, die Windenergie und die Energieeffizienz mit der Anlagenoptimierung.

Energiebewusste Regionalpolitiker der VG Wallmerod. Foto: Klaus-Dieter Häring

Wallmerod. Im Bereich der Photovoltaikanlagen berichtete Klaus Lütkefedder von neun Anlagen, die derzeit in der Verbandsgemeinde in Betrieb sind. Diese sind an den Feuerwehrgerätehäusern Hahn am See, Wallmerod, Hundsangen, an der Realschule plus Salz, der Sport- und Kulturhalle Wallmerod, und an den Grundschulen Meudt (Schule und Sporthalle), Weroth und Hundsangen.

Im Bereich Windenergie sind die Exklaven Steinefrenz, Salz und "Elbinger Lei" in den Teilflächennutzungsplänen "Windenergie" vorhanden. Bei der Anlagenoptimierung hat sich bei den sieben Schulen, den acht Sportanlagen, den fünf Feuerwehrhäusern und dem Rathaus auch schon einiges getan. So wurde das Freibad in Hundsangen in mehreren Arbeitsschritten und über einen Zeitraum von mehreren Jahren energetisch saniert und optimiert. Die Realschule Salz bekam im vergangenen Jahr eine neue Heizungsanlage. Für 2017 sind im Bereich der Anlagenoptimierung die Sanierung der Badewassertechnik im Freibad und für 2018 die Sanierung des Funktionsgebäudes der Zentralen Sportanlage als Einzelmaßnahme vorgesehen.

Vergleicht man nun die Zielsetzungen für das Jahr 2020 und die derzeitigen Zahlen, sieht es gut aus für das Programm. So sind alleine im Bereich der eigenen Liegenschaften die Zahlen im Heizungsbereich um 35,2 Prozent, mit Startjahr 2010, zurückgegangen. Und auch der Heizungsenergieverbrauch der Verbandsgemeinde ist mit 31,8 Prozent im Minus. Nicht so gravierend ist der Rückgang an Strom. Hier schlägt vor allem der enorme Stromverbrauch bei der Sanierung des Freibades zu Buche. Trotzdem ist auch hier die Zahl mit 1,2 Prozent rückläufig. Mehr als erfreulich sehen die Zahlen bei der Stromerzeugung in der Verbandsgemeinde mit ihren eigenen Anlagen Photovoltaik, Brennstoffzellen und Blockheizkraftwerk am Freibad aus. Mit Start 0,0 in 2010 stieg die Stromerzeugung auf 447,5 Megawattstunden (MWh). Dies bedeutet, dass die Verbandsgemeinde über 122 Prozent eigenen Strom verfügt bei 367,3 MWh Verbrauch gegenüber 447,5 MWh Erzeugung. Mehr als positiv ist auch der Blick auf die Entwicklung der Energiekosten im Bereich Einnahmen und den verbleibenden Ausgaben. So lagen die Ausgaben in 2010 bei 243,2 tausend Euro gegenüber 2016 bei 105,9 tausend Euro Ausgaben und 80,8 tausend Einnahmen.

Stellt man nun die derzeitigen Zahlen denen des Jahr erhofften im Jahr 2020 gegenüber, liegen diese bei erhofften 30 Prozent weniger Heizenergie (derzeit 32 Prozent), 10 Prozent geringerer Stromverbrauch (sechs Prozent), 100 Prozent Strombedarf durch eigenen Strom decken (122 Prozent), 200.000 Euro maximale Kosten (186.700), 125.000 Euro erforderliche Haushaltsmittel (105.900) und 50 Prozent eingesparte Haushaltsmittel (56 Prozent).

Einen entschiedenen Anteil an der Energieeinsparung haben auch die Schulen und Feuerwehren, die jedes Jahr in den Genuss eines Energiebonus kommen, der seit 2010 vergeben wird. Gelder gingen an die Grundschule Herschbach (110,62 Euro), Hundsangen (59,28), Meudt (45,13), Niederahr (178,61), Wallmerod (236,22), Weroth (201,71) und Realschule plus Salz (131,91). Der Betrag in Höhe von 164,20 Euro an die Feuerwehren. Somit sind in diesem Jahr 1.127,68 Euro verteilt worden, was den Gesamtbetrag seit 2010 auf über 11.000 Euro ansteigen ließ. kdh


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