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Politik | Emmerzhausen

Grüne besuchten Nationales Naturerbe Stegskopf

Der grüne Kreisverband Altenkirchen hat zum Auftakt des neuen Jahres zu einer Wanderung eingeladen. Gemeinsam mit der Bundestagsabgeordneten Tabea Rößner und den Grünen des Westerwaldkreises ging es zum Nationalen Naturerbe Stegskof.
Grüne besuchten Nationales Naturerbe Stegskopf

Gemeinsam wanderten die Grünen aus dem Kreis AK und WW auf dem Stegskopf in Begleitung von MdB Tabea Rößner (3. von links). Foto Grüne

Emmerzhausen. „Der Stegskopf ist unser Tor zum Westerwald, er ist mit seiner Kuppellandschaft im Landschaftsbild unserer Region einzigartig und spiegelt den Charakter der Westerwälder Landschaft von vor 100 bis 200 Jahren wieder“, so die Kreisvorsitzenden Katrin Donath und Anna Neuhof.

Gut informiert wurden die Abgeordnete und die regionalen Grünen bei ihrem Besuch vom stellvertretenden Leiter der Bundesforsten aus Baumholder und des regionalen Vertreters auch über die seltenen Tier- und Pflanzenarten. Anna Neuhof: „Die Besichtigung des Geländes, jetzt im Winter war schon ein besonderes Erlebnis. Viel wichtiger war allerdings die Beantwortung unserer offenen Fragen zu Zuständigkeits- und Nutzungsmöglichkeiten". Es ging um Fragen zur Belastung mit Munition, dem Naturschutz, aber auch um touristische und regionale Nutzungsmöglichkeiten.

Tabea Rößner, MdB, „Der Stegskopf ist ein bemerkenswertes Gelände, das durch die Nutzung als Truppenübungsplatz schwer belastet und daher an vielen Stellen nicht zugänglich ist. Langfristig werden sich sicher Gutachten erforderlich machen, die dabei helfen, für die unterschiedlichen Bereiche stimmige Nutzungskonzepte zu erarbeiten. Das wird sicher keine einfache Aufgabe werden, umso wichtiger ist dabei die Einbeziehung aller Akteure.“

Der Stegskopf als Konversionsfläche wurde gut 100 Jahre militärisch, nicht nur von der Bundeswehr genutzt. Dies bedeutet, dass eine Kontamination der Fläche mit unterschiedlichem Gefahrenpotentialen erfolgte. Eine durchgängige Dokumentation gibt es erst seit den 70er Jahren. Das sich daraus ergebene Gefahrenpotential, schränkt die Nutzungsmöglichkeiten des Geländes erheblich ein, so die Vertreter der Bundesforsten.

Katrin Donath, Kreisvorsitzende: „Wir haben einen Großteil des Areals gesehen und so einen Überblick bekommen. Uns geht es hier und heute nicht darum Detailfragen zu klären. Für uns ist es jetzt an der Zeit, mit allen Beteiligten von Bund und Land, den Verbänden, vor allem aber auch mit den Anrainerkommunen und den Kreistagsfraktionen des Kreises Altenkirchen und des Westerwaldes gemeinsame Gespräche zu führen. Alle Vorhaben sollten koordiniert, nachvollziehbar und transparent sein“.

„Wir wissen, dass das nicht einfach sein wird“, sagte Neuhof ergänzend weiter, „dabei können eine realistische zeitliche Planung und ein realistischer finanzieller Rahmen überaus hilfreich sein, die vielen Ideen in einen machbaren Umsetzungsplan einzuordnen. Ein besonderes Augenmerk richten wir dabei auf die Regionalentwicklung des Gebietes für die Kreise Altenkirchen und Westerwald.“

Dem diensthabenden Wachpersonal an dieser Stelle Dank für die Möglichkeit zum Aufwärmen und des Kartenstudiums.


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