Bender Immobilien
 Samstag, 27.08.2016, 20:41 Uhr Stellenangebote | Kurz berichtet | Gemeinden | Branchenbuch | Impressum
 Folgen:          Wetter | Kalender | Horoskop | Sudoku | AK-Kurier | NR-Kurier
 
 
Region | Nistertal

„Erbacher Brücke“ ohne Bedeutung und doch nicht vergessen

Einstmals eine bedeutendes und geschütztes Bauwerk für die Eisenbahnerschließung im Westerwald. Seit 1971 ist der Bahnbetrieb eingestellt, aber der Reiz dieser angeblich einst „größten Betonbrücke Deutschlands“ ist erhalten geblieben.
„Erbacher Brücke“ ohne Bedeutung und doch nicht vergessen

Luftaufnahme: Reinhard Panthel

Nistertal. Es gibt kaum einen der älteren Westerwälder, der nicht schon mal zu Fuß über die „Erbacher Brücke“ gelaufen ist. Die oft zitierte „älteste Betonbrücke Deutschlands“ verband die Bahnlinie von Erbach (heute Nistertal) bis nach Bad Marienberg und weiter in Richtung Fehl-Ritzhausen.
15.000 Kubikmeter Beton und während der Bauzeit täglich zwei Waggons Zement waren für den Bau erforderlich, bis am 31. August 1911 nach sechsmonatiger Bauzeit das bedeutende Bauwerk seiner Bestimmung übergeben werden konnte.

Der Zahn der Zeit nagte unentwegt am Bauwerk und erforderte kostenaufwendige Reparaturen. 1957 waren bereits 10.000 Mark erforderlich, um die Betongeländer durch ein Stahlgeländer zu ersetzen und für die Nutzer abzusichern. Während der Kriegsjahre des zweiten Weltkrieges war die Brücke, die für den Verkehrsknotenpunkt Erbach wichtig war, ausgesuchtes Zielobjekt für alliierte Bomber. Durch künstliches „Einnebeln“ blieb die Brücke verschont. Die Bahnhöfe entlang der Strecke Altenkirchen Richtung Westerburg – Hachenburg, Unnau und Erbach – waren als Verladebahnhöfe der V 2 („Geheimwaffe des Dritten Reiches“) ausgemachtes Militärziel.

Die Bahn stellte den Betrieb des Personenverkehrs über die Erbacher Brücke im Jahr 1971 ein. Für den Güterverkehr gab es noch Nutzungsverträge der Firmen Stahlbau Menk und Fruchtimport Schneider in Bad Marienberg, die aber wegen der ständig drohenden Sanierungskosten frühzeitig aufgekündigt wurden. Wanderer faszinierte die Höhe von vierzig Metern und so manches Leben verzweifelter Menschen endete in der Tiefe.

Heute ist die „Erbacher Brücke“ noch immer ein Wahrzeichen der „guten alten Zeit“, die eigentlich gar nicht so gut war. Aber immer noch ein beliebtes Fotomotiv, obwohl es nicht einfach ist, den „Betonklotz“ aufs Bild zu bekommen. Die vorüber fliegenden Vögel haben es leichter die Schönheiten zu erkennen. Bei einem Hubschrauberflug mit Reiner Meutsch konnte man dieses Erlebnis genießen. (Repa)


Kommentare zu "„Erbacher Brücke“ ohne Bedeutung und doch nicht vergessen"

Es sind leider keine Kommentare vorhanden

„Bausünden der Vergangenheit“ werden erst jetzt sichtbar
Hachenburg. Ein einfaches Stauwehr hätte genügt, um dem Anspruch des Wasserrecht-Inhabers gerecht ...
Ende der Schulferien: Gib Acht - Schulanfänger!
Region. Ein Indiz dafür ist, dass im letzten Jahr in Rheinland-Pfalz 131 Kinder auf dem Schulweg ...
ADAC-Eifelrundfahrt lenkte die Oldtimer in den Westerwald
Hachenburg. In den Sommermonaten sind Oldtimer auf den Straßen des Westerwaldes keine Seltenheit. ...
Dschungelabenteuer - Großer Spaß für kleine Leute
Wirges. Das Hüter Team hatte erneut mit viel Engagement und Aufwand ein buntes Programm zusammengestellt: ...
Wärmebrücken erhöhen Energieverluste und fördern Schimmelbildung
Montabaur. Die innere Oberflächentemperatur ist in den genannten Bereichen deutlich niedriger ...
Frau Hergott lässt den Pudel tanzen
Selters. Adrienne Hergott und ihr Vierbeiner werden damit sicher nicht nur die Herzen der kleinen ...
 
Westerwald Bank würdigt Ehrenamt der Mitarbeiter
Großholbach/Neuwied. Die Förderung des Ehrenamts wird bei der Westerwald Bank nach wie vor ...
Mit 1,86 Promille gegen Hauswand und weitergefahren
Wirges. Gegen 1:30 Uhr am Dienstagmorgen, den 12. Januar wurde die Polizei in Montabaur per ...
Malu Dreyer kommt nach Betzdorf
Betzdorf. Sabine Bätzing-Lichtenthäler lädt alle Bürgerinnen und Bürger am Mittwoch, 20. Januar, ...
AfA Stegskopf erhielt Spende in Höhe von 19.000 Euro
Emmerzhausen-Stegskopf. Der DRK Kreisverband Altenkirchen konnte gestern die bisher größte ...
Stein-Wingert: Kleines Dorf - ganz groß
Stein-Wingert. Die Gemeindeverbandsvorsitzende Christa Hülpüsch hatte etwa 20 weitere Kommunalpolitiker ...
Zehn sozialpolitische Leitlinien des Westerwaldkreises für 2016
Westerwaldkreis. Dies soll mit geeigneten Aktionen auf der Grundlage der bei vielen Veranstaltungen, ...
 
Anzeigen
Get Adobe Flash Player
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

Über den Verlag

Auf unserer Verlagsseite finden Sie mehr Informationen über den Verlag und unser Team.

zur Verlagsseite »
Folgen Sie uns
Mediadaten

Die aktuelle Preisliste und Mediadaten finden Sie hier.

Mediadaten »
Kontakt

eMail: redaktion@ww-kurier.de

Kontaktformular »