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43. Jahrmarkt in Wissen hilft in Ruanda

Die Vorbereitungen für den 43. Jahrmarkt der katholischen Jugend Wissen sind in vollem Gange. In diesem Jahr soll der Erlös für den Bau einer Schule in Rwimbogo in Ruanda bestimmt sein. Projektpartner ist das Koordinierungsbüro der Partnerschaft Rheinland-Pfalz/Ruanda und die Stiftung Fly & Help.
Wissen. Eigentlich merkt man noch nichts von den Vorbereitungen zum 43. Jahrmarkt der katholischen Jugend in Wissen am 22. und 23. September. Hinter den Kulissen allerdings werden schon kräftig die Organisationsstrippen gezogen. So entschieden sich die Jahrmarktsmitarbeiter, den Erlös des diesjährigen Jahrmarktes für ein Projekt in Ruanda bereitzustellen.

Der Träger des Projektes ist das Koordinierungsbüro der Partnerschaft Rheinland-Pfalz/Ruanda in Kigali (Ruanda) in Verbindung mit der Reiner Meutsch Stiftung Fly & Help.
Etwa 600 Schüler und ihre Lehrer sollen mit diesem Projekt durch den Neubau von Klassenräumen unterstützt werden. Zurzeit wird der Unterricht in zwei baufälligen, kaum lichtdurchfluteten Holzgebäuden abgehalten. Die Schule, von der die Rede ist, liegt in Rwimbogo, im äußersten Südwesten Ruandas, im Distrikt Rusizi, Sektor Nyakabuye. Diese unterentwickelte Region Ruandas grenzt unmittelbar an die Nachbarländer der Republik Burundi und der Demokratischen Republik Kongo.
Durch die abgelegene und schwer zugängliche geografische Lage ist die 2006 gegründete Schule etwas ins Abseits geraten. Die angrenzte Siedlung wird zwar mit Strom versorgt, dennoch mangelt es in der Schule an den elementarsten Dingen. In den beiden bestehenden Holzgebäuden sind insgesamt sechs Klassenräume untergebracht, jeweils drei pro Gebäude. Ein Bodenbelag fehlt ganz und die Blechdachkonstruktion ist undicht, sodass bei Regen das Wasser in die Räume läuft. In der Schule gibt es keine ausreichende Wasserversorgung, geschweige sanitäre Anlagen. Das bedingt, dass die Kinder ob der desolaten hygienischen Situation, gerade während der Regenzeit, häufig krank sind.

Ziel des Projektes ist der Neubau der Primarschule in Rwimbogo mit sechs Klassenräumen (zwei Blöcke à drei Klassenräume) sowie die Ausstattung mit didaktischem Lernmaterial. Zudem sollen die hygienischen Bedingungen mit dem Bau von sanitären Einrichtungen verbessert werden, wozu auch eine funktionierende Wasserversorgung nötig ist. Hierfür, so ist die Planung, soll an den neu errichteten Schulblöcken je eine Zisterne installiert werden.

Die Projekte des Jahrmarktes sind stets so ausgewählt, dass sie Hilfe zur Selbsthilfe beinhalten. Daher soll auch hier die lokale Bevölkerung, oft Tagelöhner, in den Neubau mit einbezogen werden, um sich mit ihren Klassenräumen identifizieren zu können.
Für Ruanda und für das Projekt spricht sicherlich der positive Aspekt, dass das Land sich seit Jahren in einer politisch stabilen Lage befindet und auch Rheinland Pfalz in diesem Jahr 30 Jahre Partnerschaft feiert .

Bei dem ersten Informationstreffen am 29. August wird Reiner Meutsch weitere Informationen zu diesem Projekt geben. Ebenso werden in der Versammlung organisatorische Angelegenheiten besprochen.

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