Bender Immobilien
 Freitag, 18.05.2012, 21:36 Uhr Kurz berichtet | Gemeinden | Branchenbuch | Kontakt / Mediadaten | Impressum
Wetter | Kalender | Horoskop | Sudoku | AK-Kurier | NR-Kurier
 
 
Service | Neuwied

Schutz vor Kontopfändung ab 1.1.2012

Diakonie-Schuldnerberatung informiert über neue Regelungen

Die Schuldnerberatungsstellen des Diakonischen Werkes im Evangelischen Kirchenkreis Wied und des Caritasverbandes Wied–Betzdorf sind die anerkannten Beratungsstellen vor Ort, die als Facheinrichtungen die Ratsuchenden rund um das Thema Schulden in Stadt und Kreis zeitnah informieren. In diesem Zusammenhang weisen sie nun auf die zum 01.01.2012 gültige Änderung des Kontopfändungsschutzes hin.
Was ist neu ab dem 01.01.2012?

Ab 01.01.2012 wird Pfändungsschutz für Kontoguthaben (auch bei Sozialleistungen und Kindergeld!) nur noch bei Pfändungsschutzkonten gewährt. Es entfällt damit die bisherige Möglichkeit, bei Pfändungen die Sozialleistungen innerhalb von 14 Tagen nach Eingang vom Konto abzuheben.

Was bringt ein P-Konto?


Das sogenannte Pfändungsschutzkonto, kurz P-Konto genannt, bietet einen praktikablen Schutz bei Kontopfändungen, innerhalb bestimmter Freibeträge über das Kontoguthaben verfügen zu können. Zum 1.7. 2011 wurden mit der Anhebung der Pfändungsfreigrenzen auch die Freibeträge für das P-Konto erhöht. Einer alleinstehenden Person müssen nun 1.028,89 € automatisch als Grundfreibetrag auf dem bereits vorhandenen P-Konto geschützt belassen werden.

Abhängig von der Anzahl der unterhaltsberechtigten Personen und dem Bezug von Kindergeld kann ein deutlich erhöhter Freibetrag mit Hilfe einer Bescheinigung gesichert werden.

Wie bekomme ich ein P-Konto?

Es besteht ein gesetzlicher Anspruch auf Umwandlung eines bestehenden Girokontos in ein P-Konto. Allerdings kann nur ein Einzelkonto ( nicht ein Gemeinschaftskonto) in ein P-Konto umgewandelt werden. Jede Person darf nur ein P-Konto führen. Jeder Kontoinhaber kann bei seiner Bank oder Sparkasse die Umwandlung in ein P-Konto persönlich beantragen.

Wie kann ich weitere Freibeträge nachweisen?

Sie können Bestätigungen des Arbeitgebers , des Sozialleistungsträgers (z.B. den Arbeitslosengeld II–Bescheid des Jobcenters) oder der Familienkasse über bestehende Unterhaltspflichten oder den Bezug von Kindergeld Ihrer Bank bzw. der Sparkasse als Nachweis für weitere pfandfreie Beträge vorlegen.

Die anerkannten Schuldnerberatungsstellen von Diakonischem Werk und Caritasverband Neuwied können ebenfalls kostenlose Bescheinigungen über weitere Freibeträge ausstellen.

Wann ist die Umwandlung in ein P-Konto anzuraten ?

Die Schuldnerberatung empfiehlt daher im Falle eines bereits gepfändeten Girokontos rechtzeitig vor dem 01.01.2012 die Umwandlung in ein P-Konto zu beantragen. Geht nach dem 01.01.2012 erstmalig eine Kontopfändung zu, so bewirkt eine Umwandlung in ein P-Konto innerhalb von vier Wochen nach Zugang der Pfändung (beachte: Kreditinstitute haben zur Bearbeitung drei Geschäftstage Zeit) Pfändungsschutz rückwirkend ab dem Datum der Zustellung.

Wegen dieser einmaligen vierwöchigen Zahlungssperre bei erstmaliger Kontopfändung bleibt ab 2012 genügend Zeit für eine P-Kontoumwandlung und Beratung, wenn sich der Kontoinhaber rechtzeitig informiert.

Was ist wenn die bescheinigten Freibeträge nicht zum Schutz meines gepfändeten Kontoguthabens ausreichen?

Auch nach dem 01.01.2012 kann man in Einzelfällen (z.B. bei Erhalt von Weihnachtsgeld oder stark schwankendem Arbeitseinkommen, einmaligen Sozialleistungen) individuelle Freigabeanträge bei dem zuständigen Vollstreckungsgericht stellen.

Für weitere Informationen stehen den Ratsuchenden die Schuldnerberatungsstellen des Caritasverbandes Neuwied, Tel. 02631/98 75- 10 und des Diakonischen Werkes im Evangelischen Kirchenkreis Wied unter 02631/3922- 0 oder -30 zu den üblichen Bürozeiten zur Verfügung.

Interessante Unternehmen und Dienstleister aus dem Westerwaldkreis finden Sie in unserem Branchenbuch.

Kommentare zu "Schutz vor Kontopfändung ab 1.1.2012"

Es sind leider keine Kommentare vorhanden

Steuern - ein wichtiges Kapitel für Existenzgründer
Montabaur. Das Thema Steuern sollte schon vor einer Unternehmensgründung oder –übernahme auf ...
DAK Gesundheit erhielt TÜV-Siegel
Montabaur. Die DAK-Gesundheit in Montabaur erhält ein TÜV-Zertifikat für ihren guten Kundenservice. ...
Experten-Telefon zum Welt-Asthma-Tag
Montabaur. Die DAK-Gesundheit Montabaur schaltet aus Anlass des Welt-Asthma-Tags eine medizinische ...
Im Mai ist in der VG Rennerod viel los
Verbandsgemeinde Rennerod:
01.05. Wanderung des VdK zum Seitensteiner Gipfel mit anschließendem ...
Zecke - nein danke!
Wo und wann gibt es Zecken? Ab einer Temperatur von etwa sieben Grad sind sie aktiv. ...
Gartentipps für den Ziergarten im April
Im April ist Pflanzzeit für Rhododendren und andere immergrüne Sträucher. Rhododendren wachsen ...
 
Konrad Adenauer und die Nistermühle
Hachenburg. Im Rittersaal des Vogtshofes läutete der MGV Müschenbach mit „Da geht ein Mühlenrad“ ...
Schwarzstorch könnte das Aus für Windkraft in der Kuhheck bedeuten
Diese Stellungnahme wurde am 28. September der Kreisverwaltung Neuwied geschickt. Die Kreisverwaltung ...
Kabarett mit dem Lehrer aus Leidenschaft
Montabaur. Han’s Klaffl, selbst Musiklehrer aus Leidenschaft, geht in seinem kabarettistischen ...
Böller gezündet - 24-Jähriger lebensgefährlich verletzt
Nisterberg. Am Samstag, 29. Oktober, gegen 19.00 Uhr, ereignete sich auf dem Truppenübungsplatz ...
Möbel Neust spendete „Mobile Küche“ für Seniorenzentrum Uhrturm
Dort, wo ansonsten die Mahlzeiten fertig aus der hauseigenen Küche angerichtet werden, können ...
Ein Bekannter kehrt zurück zum EHC Neuwied
Mit seinen 6 Toren und 14 Vorlagen war Christian Czaika in der Hauptrunde der Saison 2010/2011 ...
 
Anzeigen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

Über den WW-Kurier

Der WW-Kurier ist eine regionale Internetzeitung für den Westerwaldkreis.

Folgen Sie uns
Mediadaten

Die aktuelle Preisliste und Mediadaten finden Sie hier.

Mediadaten »
Kontakt

eMail: redaktion@ww-kurier.de

Kontaktformular »