Bender Immobilien
 Freitag, 18.05.2012, 21:19 Uhr Kurz berichtet | Gemeinden | Branchenbuch | Kontakt / Mediadaten | Impressum
Wetter | Kalender | Horoskop | Sudoku | AK-Kurier | NR-Kurier
 
 
Service | Montabaur

Finger weg vom "Holiday Bag" - Chemiecocktail ist gesundheitsschädlich

Die Kreisverwaltung des Westerwaldkreises warnt vor dem Verzehr von Süßigkeiten, die unter dem Begriff "Holiday Bag" verkauft werden. Die Lebensmittelkontrolleure fanden einen gesundheitsschädlichen Chemiecocktail in den Süßwaren, die in China hergestellt werden. Viele Inhaltsstoffe sind zwar nicht verboten, aber der Warnhinweis ist seit 2010 Pflicht - und er fehlt auf den untersuchten Proben. Insbesondere auf Märkten findet sich das bunte Naschwerk.
Finger weg vom \"Holiday Bag\" - Chemiecocktail ist gesundheitsschädlich

Vor dem Kauf und Verzehr von den sogenannten "Holiday Bags" warnt die Kreisverwaltung Montabaur, der Chemiecocktail enthält kennzeichnungspflichtige Farbstoffe, die gesundheitsschädlich sind. Foto: KV Montabaur

Westerwaldkreis/Montabaur. "Holiday Bag" (zu deutsch: Ferienbeutel) lautete die Bezeichnung für ein farbenfrohes Sammelsurium von Süßigkeiten aus chinesischer Produktion, das ein Lebensmittelkontrolleur der Kreisverwaltung des Westerwaldkreises kürzlich als Probe entnahm. Was die Laboranalyse jetzt zutage förderte, klingt aber eher nach Chemielabor als nach unbeschwertem Urlaub.
In Übereinstimmung mit dem klein gedruckten Zutatenverzeichnis fanden sich in den bunten Fruchtgummis, Schaumzuckerwaren und Dextrosebonbons neben Säuerungs- und Aromastoffen gleich vier künstliche Farbstoffe: E 104 (Chinolingelb) sowie die Azofarbstoffe E 110 (Gelborange), E 124 (Cochenillerot) und E 129 (Allurarot), die allesamt in der EU-Verordnung 1333/2008 gelistet sind.
Dies, so erklärt Edgar Deichmann, Leiter des Referates Lebensmittelsicherheit bei der Kreisverwaltung, bedeutet aber nicht, dass diese Substanzen zur Herstellung von Lebensmitteln verboten sind. Vielmehr müssten die Hersteller, sofern ihre Produkte die umstrittenen Farbstoffe enthalten, seit dem 20. Juli 2010 einen Warnhinweis mit folgendem Wortlaut auf die Verpackung drucken: "E …: Kann Aktivität und Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen".
Die synthetischen Farbstoffe stehen nämlich nicht nur im Verdacht, Allergien auszulösen, sondern auch an der Entstehung des Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndroms (ADHS) beteiligt zu sein, auch als Zappelphilipp-Syndrom bezeichnet, an dem nach Untersuchungen der Universität Bielefeld drei bis zehn Prozent der Kinder in Deutschland leiden.
Deichmann kritisiert, dass die Stoffe, die für den Verbraucher keinerlei Nutzen haben und lediglich dazu dienen, die Lebensmittel bunt und somit gerade für Kinder attraktiv zu machen, nicht gänzlich verboten worden sind. Den Warnhinweis hält er im Sinne des vorbeugenden Verbraucherschutzes für unzureichend, zumal – wie im vorliegenden Fall – der Aufdruck manchmal unterbleibt.
Den Marktbetreiber, der das farbenfrohe Lebensmittel ohne die vorgeschriebene Kennzeichnung in den Verkehr gebracht hat, erwartet ein Bußgeldverfahren. Das Ganze – so Deichmann – bleibt aber unbefriedigend. Er verweist darauf, dass die Verwendung von Azofarbstoffen in Tierfutter bereits seit Jahren generell verboten ist.
Dass es auch in Lebensmitteln ohne die umstrittenen Färbemittel geht, haben deutsche Hersteller wie zum Beispiel Haribo bewiesen. Die Rezepturen wurden kurzerhand umgestellt, so dass kein Warnhinweis aufgedruckt werden muss.

Interessante Unternehmen und Dienstleister aus dem Westerwaldkreis finden Sie in unserem Branchenbuch.

Kommentare zu "Finger weg vom "Holiday Bag" - Chemiecocktail ist gesundheitsschädlich "

2 Kommentare

Toll, dass statt der sonst gebetsmühlenartigen Empfehlung von Drogen (z. B. Ritalin) nach anderen Ursachen für zu lebhafte Kinder gesucht wird. Wer bestimmt überhaupt, welche Kinder zu lebhaft sind?
Gebt den Kindern doch Obst statt Zucker mit Chemikalien, Zucker alleine reicht oft, dass Kinder zu aufgedreht werden.

#2 von DrogenSindDoof, am 04.08.2011 um 08:35 Uhr
Ich finde es gut, wenn Profitgeiern, welche die Gesundheit ihrer Kunden aufs Spiel setzen, einmal ordentlich auf die Finger geklopft wird.
Wenn deswegen ADHS-Symptome auftreten, werden die Kinder ja noch mit Psychopharmaka weiter vergiftet, falls sie nicht zufällig auf einen sorgfältigen und kompetenten Arzt treffen.
#1 von Walter, am 04.08.2011 um 08:35 Uhr
Steuern - ein wichtiges Kapitel für Existenzgründer
Montabaur. Das Thema Steuern sollte schon vor einer Unternehmensgründung oder –übernahme auf ...
DAK Gesundheit erhielt TÜV-Siegel
Montabaur. Die DAK-Gesundheit in Montabaur erhält ein TÜV-Zertifikat für ihren guten Kundenservice. ...
Experten-Telefon zum Welt-Asthma-Tag
Montabaur. Die DAK-Gesundheit Montabaur schaltet aus Anlass des Welt-Asthma-Tags eine medizinische ...
Im Mai ist in der VG Rennerod viel los
Verbandsgemeinde Rennerod:
01.05. Wanderung des VdK zum Seitensteiner Gipfel mit anschließendem ...
Zecke - nein danke!
Wo und wann gibt es Zecken? Ab einer Temperatur von etwa sieben Grad sind sie aktiv. ...
Gartentipps für den Ziergarten im April
Im April ist Pflanzzeit für Rhododendren und andere immergrüne Sträucher. Rhododendren wachsen ...
 
Energieversorgung 2030 war Thema im Wirtschaftsforum
Koblenz/Westerwald. Die Bundesgartenschau (BUGA) in Koblenz ist derzeit Anziehungspunkt für ...
Marmer Frauenstammtisch sucht Unterstützung
Bad Marienberg. Der vom SPD-Gemeindeverband Bad Marienberg ins Leben gerufene überparteiliche ...
Alkohol und Drogen führten zum Exzess
Westerwaldkreis/Bendorf/Daaden. Über mehrere Stunden beschäftigte ein 37-Jähriger aus dem Westerwald ...
Fahren unter Alkohol und Drogen ist kein "Sommerspaß"
Hachenburg. Am Montag, 1. August, um 21.05 Uhr fiel einer Polizeistreife in Hachenburg, Koblenzer ...
2011: Hachenburger Kirmes rockt
Hachenburg. Die Kirmes rockt! Das Mega-Live-Spektakel mit Bon-Jovi- und AC/DC-Tribute vom Allerfeinsten, ...
"Westerwälder Gespräche" gehen in die nächste Runde
Westerburg. Noch sind die meisten, die es betreffen wird, in den großen Ferien oder haben die ...
 
Anzeigen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

Über den WW-Kurier

Der WW-Kurier ist eine regionale Internetzeitung für den Westerwaldkreis.

Folgen Sie uns
Mediadaten

Die aktuelle Preisliste und Mediadaten finden Sie hier.

Mediadaten »
Kontakt

eMail: redaktion@ww-kurier.de

Kontaktformular »